Die Freunde der NDR Radiophilharmonie stellen das Meet & Greet vor. Foto: Carsten Schulze

Andrew Manze probt die 1. Symphonie von J. Brahms. Foto: Carsten Schulze

Wir waren dabei, wir sind dabei…

… ein Abend für uns, mit uns – die Freunde und Förderer der NDR Radiophilharmonie! 

Unser Treffen wurde eröffnet mit einer einstündigen Probe der 1. Symphonie von Brahms. Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, der Arbeit von Herrn Manze mit diesem großartigen Orchester beiwohnen zu dürfen: Da wird präzise und kompromisslos an der Interpretation gefeilt – aus einem piano wird das vom Chefdirigenten geforderte pianissimo und schon klingt Brahms ganz anders!

Ich bewundere, wie schnell alles von den ca. 80 Musikern umgesetzt wird; die Präzision, die Disziplin, die kollektive Höchstleistung sind beachtlich. Herr Manze berichtet vom Konzert, das unsere Radiophilharmonie kürzlich in Salzburg gab: nun wissen die dort im fernen Österreich endlich, dass in Hannover nicht nur eine (tolle?) Fußballmannschaft, sondern auch ein überragendes Orchester beheimatet ist!

Nach der „Pflicht“ folgt die „Kür“ im Foyer vom kleinen Sendesaal: Dem Stück eines hochkarätigen NDR-Blechbläser-Ensembles schließt sich die lockere, sympathische Begrüßung durch Achim Werren an. Da haben schon die ersten der Freunde und Förderer ein Sekt- oder Weinglas ergattert. Die Orchestermitglieder haben mit viel Fleiß und Liebe ein köstliches Buffet arrangiert! Es zeigt sich, welche weiteren ungeahnten Fähigkeiten in diesem Ensemble stecken! Ich kann nur hoffen, dass beim nächsten Treffen nicht wir „Freunde & Förderer“ diesbezüglich tätig werden müssen. Die Messlatte liegt ja nun wahrlich sehr hoch!

Die Freunde der NDR Radiophilharmonie stellen das Meet & Greet vor. Foto: Carsten Schulze

Das Bläserensemble der NDR Radiophilharmonie spielt zu Beginn. Foto: Carsten Schulze

Die Freunde der NDR Radiophilharmonie stellen das Meet & Greet vor. Foto: Carsten Schulze

Die Orchestermitglieder haben ein wunderbares Buffet gezaubert. Foto: Carsten Schulze

Es waren viele gekommen und wir konnten mit einigen Orchesterleuten interessante Gespräche führen. Ich wollte schon immer wissen, ob der Pauker auch Paukist genannt wird und wie er es schafft, nach 124 Takten Pause präzise auf der 2 „zuzuschlagen“. Ebenso fragte ich ihn, weshalb er während eines Stückes zig Mal seine Schlegel wechselt und wie er die Entscheidung betr. dieser „Hardware“ trifft. Ich durfte ihm endlich sagen, dass ich in jedem Konzert besonders seine Arbeit verfolge und bewundere – nicht zuletzt wegen der immer wahrnehmbaren Präzision. Wenn er einen Patzer macht, dürfte das kaum überhörbar sein.

Die Freunde der NDR Radiophilharmonie stellen das Meet & Greet vor. Foto: Carsten Schulze

Die Mitglieder und Heike Malz genießen das leckere Buffet. Foto: Carsten Schulze

Auch hat die nette Flötistin sehr geduldig meine neugierigen, meist recht laienhaften Fragen beantwortet: Wie oft muss sie sich zu Hause schwierig zu spielende Passagen anschauen? Was ist, wenn eine Erkältung zu Kurzatmigkeit führt und abends gespielt werden muss? Wie war die Arbeit vorher mit den anderen Dirigenten? usw.

Dann wurde es nochmal spannend: die Verlosung des Hauskonzerts! Leider haben meine Frau und ich schon wieder nicht gewonnen; dabei haben wir doch so viele nette Leute, die so ein Ereignis in unserem trauten Heim genossen hätten!

Die Freunde der NDR Radiophilharmonie stellen das Meet & Greet vor. Foto: Carsten Schulze

Andrew Manze gratuliert den Gewinnern des Hauskonzerts. Foto: Carsten Schulze

Die Freunde der NDR Radiophilharmonie stellen das Meet & Greet vor. Foto: Carsten Schulze

Die Mitglieder genießen den gemeinsamen Abend. Foto: Carsten Schulze

Dem hohen Niveau dieser Veranstaltung entsprechend wurde das Treffen ohne Pauken und Trompeten von einer NDR-Bratschengruppe nebst Kontrabass virtuos und humorvoll beendet (Chatschaturjan: Säbeltanz und Johann Strauß: „Unter Donner und Blitz“). Da war die Freude am solistischen Auftreten dieser Gruppe an Gestik und Mimik abzulesen.

Die Freunde der NDR Radiophilharmonie stellen das Meet & Greet vor. Foto: Carsten Schulze

Streicher der NDR Radiophilharmonie beenden den Abend. Foto: Carsten Schulze

Frau Malz betonte in ihrer kurzen Ansprache, dass auch für viele Orchestermitglieder die neue Beziehung zum Publikum eine interessante Erfahrung ist. Man kommt sich näher, es entsteht gegenseitige Anteilnahme. Wir genießen das besonders bei den Hörerlebnisplätzen, wo wir den ganz engen Kontakt zu den Musikern finden.

Ich denke, ich spreche im Namen vieler „Freunde & Förderer“, wenn ich mich bei den Hauptorganisatoren bedanke. Was Herr Renz, Herr Seidenfus, Herr Werren und Herr Meischter leisten, an Arbeit, Zeit und Ideen investieren, ist einfach toll! Ich kann nur wünschen, dass sich immer mehr Fans der Radiophilharmonie dazu entschließen, diese nicht nur für Hannover vorbildliche Institution durch Mitgliedschaft bei den Freunden & Förderern zu unterstützen.

Michael Edeling